Arbeitsgruppen der Fachgruppe Neurodiversität

Übergreifende Zielsetzung der Arbeitsgruppen
Die Arbeitsgruppen bündeln Expertise zu zentralen Themen der Neurodiversität und entwickeln daraus fachlich fundierte, praxisnahe und möglichst empirisch abgesicherte Beiträge für die Fachgruppe, den BDP und psychologische Anwendungsfelder.

Mögliche Outputs sind zum Beispiel:

-Fachimpulse, Vorträge oder Themenabende
-Fortbildungen, Workshops oder Journal Clubs
-Intervisions- oder Supervisionsgruppen
-Praxisleitfäden und Handlungsempfehlungen
-Positionspapiere oder fachliche Stellungnahmen
-psychoedukative Materialien und Vernetzungsformate

Die konkrete Arbeitsweise und Schwerpunktsetzung organisieren die AGs eigenständig.
Wichtiger Hinweis: Die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen ist ein Angebot an Mitglieder der Sektion Klinische Psychologie im BDP

AG 1: Diagnostik, Differenzialdiagnostik und diagnostische Standards
Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der Frage, wie neurodivergente Profile fachlich sorgfältig, differenziert und zugleich ressourcenorientiert diagnostiziert werden können. Im Mittelpunkt stehen unter anderem ADHS, Autismus, AuDHS, Hochbegabung, Hochsensibilität, Lern- und Teilleistungsstörungen sowie relevante Komorbiditäten. Ein besonderer Fokus liegt auf diagnostischen Standards, Best-Practice-Empfehlungen, differenzialdiagnostischer Einordnung und dem Umgang mit Masking, Camouflaging und spät erkannten Verläufen.

AG1 Kontakt: Julia Eichler (juliaeichlerpsy @ gmail.com)

AG 2: Masking, Camouflaging, Kompensation und neurodivergenter Burnout
Diese Arbeitsgruppe widmet sich einem zentralen Querschnittsthema, das Diagnostik, Psychotherapie, Beratung, Arbeitswelt und Selbstverständnis neurodivergenter Menschen miteinander verbindet. Im Fokus stehen Formen und Folgen chronischer Anpassung, etwa Erschöpfung, Burnout, Depression, Angst oder Identitätsunsicherheit. Ziel ist es, fachlich fundierte Empfehlungen für Diagnostik, Anamnese, Psychoedukation und Versorgung zu entwickeln.

AG2 Kontakt: Michelle Hapa (hapapsy @ outlook.de)

AG 3: Psychotherapie, Beratung und neurodiversitätssensible Versorgung
Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, wie psychotherapeutische, beratende und unterstützende Angebote neurodiversitätssensibel gestaltet werden können, ohne die klinische Perspektive zu vernachlässigen. Themen sind unter anderem die Anpassung therapeutischer Settings, Kommunikation, Beziehungsarbeit, Psychoedukation, Emotionsregulation, Exekutivfunktionen, Reizüberlastung, soziale Erschöpfung sowie der Umgang mit Komorbiditäten.
AG3 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 4: Forschung, Wissenschaftstransfer und partizipative Forschung
Diese Arbeitsgruppe möchte die Brücke zwischen aktueller Forschung und psychologischer Praxis stärken. Sie befasst sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Neurodivergenz, Entwicklungsverläufen, Kontextfaktoren, Barrieren, Teilhabe und Stigmatisierung. Darüber hinaus kann sie Impulse für partizipative Forschung, Forschungsnetzwerke, Journal Clubs, Vortragsreihen und die Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praxisnahe Formate geben.

AG4 Kontakt: Lucia Rohfleisch (lucia @ gehirnwissen.de)

AG 5: Bildung, Schule, Hochschule und Lernumgebungen
Diese Arbeitsgruppe richtet den Blick auf neurodivergenzsensible Bildungssettings. Im Mittelpunkt stehen Schule, Ausbildung, Studium und Erwachsenenbildung sowie Fragen zu Reizbedingungen, didaktischen Strukturen, Nachteilsausgleich, Prüfungsbedingungen, Übergängen, Schulvermeidung, Underachievement, Hochbegabung und Teilleistungsstörungen. Ziel ist es, psychologische Expertise für Bildungseinrichtungen, Schulpsychologie, Lehrkräfte und Beratungsstellen nutzbar zu machen.
AG5 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 6: Arbeit, Organisation, Führung und berufliche Teilhabe
Diese Arbeitsgruppe verbindet Perspektiven aus Klinischer Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Coaching, beruflicher Rehabilitation und Teilhabeforschung. Themen sind neurodivergenzsensible Arbeitsgestaltung, Arbeitsplatzanpassungen, Reizschutz, Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, Kommunikation, Meetingkultur, Führung neurodivergenter Mitarbeitender, Jobcoaching, Wiedereingliederung und Burnoutprävention.

AG6 Kontakt: Melisa Özvural (praxis.oezvural @ gmail.com)

AG 7: Teilhabe, Barrieren, Versorgungssystem und Lotsenfunktion
Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der Frage, wie neurodivergente Menschen bessere Zugänge zu Diagnostik, Behandlung, Beratung und gesellschaftlicher Teilhabe erhalten können. Im Fokus stehen Versorgungslücken, Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen, Orientierungshilfen vor und nach der Diagnostik, niedrigschwellige Zugänge, Behandler:innen- und Anlaufstellennetzwerke sowie die Zusammenarbeit mit Selbsthilfe und Selbstvertretung.
AG7 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 8: Aus-, Fort- und Weiterbildung psychologischer Fachkräfte
Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, Neurodivergenz systematischer in die Aus-, Fort- und Weiterbildung psychologischer Fachkräfte einzubringen. Mögliche Schwerpunkte sind Curricula, Fortbildungsreihen, Diagnostikworkshops, Fallseminare, Supervision, Materialien für Ausbildungsinstitute, neurodiversitätssensible Sprache und Qualitätssicherung psychologischer Angebote.

AG8 Kontakt: Moni Weis (kontakt @ pt-weis.de)

AG 9: Lebensspanne, Übergänge und spät erkannte Neurodivergenz
Diese Arbeitsgruppe betrachtet Neurodivergenz über die gesamte Lebensspanne hinweg. Sie befasst sich mit Übergängen zwischen Kita, Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, Elternschaft und Alter sowie mit Spätdiagnosen, Identitätsentwicklung nach Diagnose, neurodivergenter Elternschaft, geschlechtsspezifischen Unterschieden und biografisch verdeckten Verläufen. Ziel ist es, passende Beratungs- und Unterstützungsangebote für unterschiedliche Lebensphasen mitzudenken.
AG9 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 10: Gesellschaft, Ethik, Sprache und fachpolitische Positionierung
Diese Arbeitsgruppe kann die fachpolitische Stimme der Fachgruppe vorbereiten und schärfen. Themen sind unter anderem eine wissenschaftlich fundierte Haltung zu Neurodivergenz, ethische Fragen der Diagnostik und Selbstdiagnose, Sprache und Begriffe, Stigma, Diskriminierung, gesellschaftliche Normen sowie mögliche Positionspapiere oder Stellungnahmen des BDP zu Versorgung, Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
AG10 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 11: Interdisziplinäre Vernetzung, Schnittstellen und Kooperationen
Diese Arbeitsgruppe versteht sich als Vernetzungsstruktur innerhalb und außerhalb des BDP. Sie kann den Austausch zwischen Klinischer Psychologie, Schulpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Neuropsychologie, Gesundheitspsychologie und weiteren Fachbereichen fördern. Darüber hinaus geht es um Kooperationen mit Psychiatrie, Psychotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Berufsberatung, Selbsthilfe und Selbstvertretung.
AG11 Kontakt: steht noch nicht fest

AG 12: Selbstverständnis, Ressourcen, Identität und Empowerment
Diese Arbeitsgruppe stellt die subjektive, biografische und ressourcenorientierte Perspektive stärker in den Mittelpunkt. Themen sind neurodivergente Identitätsentwicklung, Umgang mit Diagnose und Selbstdiagnose, Stärken und Potenzialentfaltung ohne Romantisierung, Selbstfürsorge, Reizmanagement, Grenzen, Recovery, Empowerment sowie die Entwicklung psychoedukativer Materialien für Beratung, Therapie, Schule und Arbeit.
AG12 Kontakt: steht noch nicht fest

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