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Fachgruppe Psychologie der Kommunikation und Ihrer Störungen per 10.10..2016


Fachgruppenleitung

Herr Dr. Dipl.-Psych. Harry de Maddalena

Universitäts-HNO-Klinik Tübingen
Elfriede-Aulhorn-Straße 5 . 72076 Tübingen
harry.de-maddalena@med.uni-tuebingen.de . Tel. 07071 - 29 88 074


Call for Papers und Anmeldung

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Wir laden Sie herzlich ein zur 32. Arbeitstagung der Fachgruppe “Psychologie der
Kommunikation und ihrer Störungen”
.

Die Tagung am Donnerstag, den 11. und Freitag den 12. Mai 2017 statt.

Hier finden Sie den "Call for Papers".
Hier das Anmeldeformular. Die Zimmer im Schloss sind begrenzt verfügbar.

Anmeldefrist für Beiträge ist der 31.12.2016
Ende Januar informieren wir über das Programm. Dann steht auch die genaue
Tagungsgebühr fest, die etwa 50,- Euro betragen wird.

Die Anmeldefrist für Teilnehmer ohne Beitrag endet am 31. März 2017.

Wir freuen uns mit Ihnen, in interdisziplinärer und kollegialer Atmosphäre, über neue
Ergebnisse oder geplante Projekte zu diskutieren.

Mit besten Grüßen
Anke Buschmann und Dorothee Gutknecht

31. Tagung Rauischholzhausen 2016 - Bericht folgt

30. Tagung Rauischholzhausen 2015

Rückblick zur 30. Tagung der Fachgruppe
"Psychologie der Kommunikation und ihrer Störungen"
7. bis 9. Mai 2015 im Schloss Rauischholzhausen

Anlässlich der Jubiläumstagung der Fachgruppe "Psychologie der Kommunikation und ihrer Störungen" in der Sektion Klinische Psychologie des Bundes Deutscher Psychologen, die im Mai 2015 das 30. Mal zum interdisziplinären Fachdiskurs einlud, konnte ein besonders spannendes Programm geboten werden.
Fachgruppenleiter Dr. Harry de Maddalena, Universitäts-HNO-Klinik, Tübingen zeichnete in seinem Vortrag den Prozess nach, den die Arbeitsgruppe genommen hatte, die sich zunächst ausschließlich aus PsychologInnen zusammensetzte, die in großen phoniatrischen Abteilungen an Kliniken arbeiteten. Heute bildet sich in der Zusammensetzung eine Vielfalt an Berufsgruppen ab, die sich mit der Entwicklung von Sprache, Sprechen, Stimme und Schriftsprache, den unterschiedlichen Störungsbildern, (Differenzial-)Diagnostik und Therapie bei Kindern und Erwachsenen befassen.
Als Keynote-Speaker hatte das diesjährige Leitungsteam Prof. Dr. Dorothee Gutknecht von der EH Freiburg und Prof. i. R. Dr. Hermann Schöler, PH Heidelberg, den international ausgewiesenen Emotionsforscher Prof Dr. Manfred Holodynski, Universität Münster, gewinnen können. Sein Vortrag Über Gefühle sprechen lernen: leichter gesagt als getan führte das Publikum in die komplexen Prozesse ein, die vom Erkennen der eigenen Emotionen bis zu deren Versprachlichen reichen.
Emotionen standen auch im Mittelpunkt der Vorträge von Bettina Janke, Professorin an der PH Heidelberg. Sie stellte die Längsschnittstudie Emotionswissen von Kindern mit Umschriebenen Sprachentwicklungsstörungen (USES) vor sowie erste Ergebnisse aus der Ki.SSES Studie zu Schulleistungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern mit USES. Diese Kinder haben das mehrfache Risiko im Schulalter - oft kombiniert - Probleme beim Erwerb schriftsprachlicher und mathematischer Kompetenzen zu haben sowie eine Zunahme an emotionalen Schwierigkeiten.

Zweite Keynote Speakerin Dr. Julia Merrill vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPI), Frankfurt, stellte aktuelle Erkenntnisse insbesondere zur Melodischen Intonationstherapie bei Aphasie vor sowie zu Forschungsergebnissen im Kontext von Musikverarbeitung und Hemisphärendominanz beim Störungsbild Stottern.
Um Musikverarbeitung ging es ebenfalls im Vortrag von Prof. Dr. Stephan Sallat, Universität Erfurt, der die Studie Musik im Arbeitsgedächtnismodell von Baddeley bei Kindern mit und ohne USES vorstellte. Silke Schwarz, Heidelberg, stellte methodische und didaktische Konzepte des Bewegungslieds als motivationales Instrument der Sprachentwicklungsunterstützung vor.
Höhepunkte im Bereich Schriftspracherwerb waren die kritische Auseinandersetzung mit dem Freiburger Rechtschreibprogramm Fresch von Caspar Bonhoff, Legastheniezentrum Reutlingen, sowie die Ausführungen von Dr. Irene Corvacho del Toro, Universität Frankfurt, zur Wirksamkeit einer schriftsystematischen und lernförderlichen Intervention auf der Grundlage einer qualitativen Förderdiagnostik bei diagnostizierter Rechtschreibstörung.
Prof. Dr. Steffi Sachse, PH Heidelberg, setzte sich mit der alltagsintegrierten Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern auseinander, Dr. Anke Buschmann vom Heidelberger Frühinterventionszentrum zeigte, dass es in punkto Einbezug der Eltern in die Sprachtherapie noch immer "viel Luft nach oben gibt".
Die Themen Ikonische Gesten (Susanne Vogt, HS Fresenius) respektive die frühe Entwicklung des Gestengebrauchs zur Identifikation von Risikokindern (Carina Lüke, TU Dortmund) boten interessante Einblicke und Ausblicke auf den aktuellen Diskurs.

Dorothee Gutknecht, Freiburg

Impressionen zur 27. Tagung

mit einem herzlichen Dank "unserem Fotografen"
Prof. Hermann Schöler

Weitere Fotos finden Sie hier ----->:

29. Tagung Rauischholzhausen 2014
28. Tagung Rauischholzhausen 2013
27. Tagung Rauischholzhausen 2012
Protokoll (PDF 32Kb)der 24. Arbeitstagung 2009
Protokoll (PDF 60Kb)der 22. Arbeitstagung 2007
Protokoll (PDF 31Kb)der 21. Arbeitstagung 2006

Jahresbericht 2005


Ziele und Aufgaben der Fachgruppe "Psychologie der Kommunikation und ihrer Störungen"

Die Mitglieder der Fachgruppe sind vor allem angestellte Psychologen und an unterschiedlichen Einrichtungen wie HNO-Universitäts-Kliniken, Phoniatrien und Sozialpädiatrischen Zentren tätig.


Die Tätigkeitsfelder umfassen diagnostische Aufgabenstellungen und ambulante wie stationäre Therapien sowohl schwerpunktmäßig bei Kindern als auch bei erwachsenen Patienten. Die Tätigkeit ist durchwegs interdisziplinär angelegt und betrifft etwa bei der Arbeit in HNO-Kliniken die Kooperation mit HNO-Ärzten, Phoniatern und Logopäden, in Sozialpädiatrischen Zentren die Kooperation mit Pädiatern, Ergotherapeuten, Musiktherapeuten und Sozialarbeitern. Die zu betreuenden Probleme und Störungsbilder sind sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenbereich vielfältig und heterogen. In der Arbeit mit Kindern zeigen sich Schwerpunkte in der Diagnostik und in der Therapie von "spezifischen Sprachentwicklungsstörungen", "Stottern", "Lese-Rechtschreibstörungen" und "elektiven Mutismus"; in der Tätigkeit mit Erwachsenen sind "Störungen des Redeflusses", "Stimmstörungen" und "Tinnitus" häufige Problemstellungen.

In der therapeutischen Ausrichtung der Mitglieder dominiert zwar die Verhaltenstherapie; Familientherapeutische Ansätze und analytische Psychotherapie werden aber ebenfalls von unterschiedlichen Mitgliedern angewendet. Einen relativ breiten Raum der Tätigkeit vieler Mitglieder nimmt die Diagnostik ein, das liegt auch daran, dass viele Auffälligkeiten in der Kommunikation auf dem Hintergrund von Fähigkeitsdefiziten entstehen.

Die Mitglieder der Fachgruppe verfolgen in ihrer Tätigkeit das Ziel, der Arbeit von Diplom Psychologen im vielfältigen Bereich der Sprache und ihrer Probleme einen eigenständigen Bereich zu sichern bzw. wo nötig zu schaffen und in der Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen abzugrenzen. Der dazu nötige aktuelle Wissensstand wird auch durch die enge Anbindung von Mitliedern an Universitäten, Universitätskliniken oder Pädagogische Hochschulen geschaffen. Das erklärt die recht rege Forschungstätigkeit von Mitgliedern der Fachgruppe vor allem in der Diagnostik, aber auch in der Therapie.

In jährlichen, mehrtägigen Arbeitstreffen werden Erfahrungen aus Diagnostik, Therapie und Arbeitsumfeld ausgetauscht, die Entwicklung und die Anwendung von neuen diagnostischen und therapeutischen Verfahren vorgestellt, Forschungstätigkeiten referiert und berufspolitische Probleme besprochen. In zwei- bis dreijährigen Abständen finden wissenschaftliche Treffen in größerem Rahmen statt; neben Fachgruppenmitgliedern stellen dann auch geladene, namhafte Referenten den aktuellen Forschungsstand in wichtigen diagnostischen und therapeutischen Fachgruppenthemen vor.