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Projektgruppe Inklusion per 02 05.2016
Aktuelles

3. Forum Inklusion / Integration am 17.09.2016 in Frankfurt /Main
Hotel Adina, Wilhelm Leuschner Str. 6 (am Willy Brandt-Platz)

 

Was können Psychologinnen und Psychologen zur Integration von Flüchtlingen und zur Unterstützung der Helfer beitragen?

Um sich (weiter) diesem Thema zu nähern, empfiehlt Ihnen der BDP- Arbeitskreis Inklusion die Teilnahme am

3. Forum Inklusion / Integration
17. September 2016 in Frankfurt/Main

Thematik - psychologische Unterstützung von Helfern und Inklusion von Flüchtlingen

Programm:

  • 10:30 Uhr Ankunft bei Kaffee/ Tee
  • 11:00 Uhr Begrüßung, Grußworte
  • Vorträge:
  • 11:15 Uhr bis 12:00 Uhr V1-Integration und Stabilisierung von Flüchtlingskindern in der Schule: Dipl.-Psych. Dr. Christian Issmer; Zentrum für Schulpsychologie, Düsseldorf
  • 12:00 Uhr bis 12:45 Uhr V2-Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt:
    Dipl.-Psych. Kerstin Till; Agentur für Arbeit, Berlin
  • 12:45 bis 13:45 Uhr Mittagspause mit Imbiss
  • 13:45 bis 14:30 V3-Psychologische Unterstützung von haupt- und
    ehrenamtlichen Helfern
    : Dipl.-Psych. Dr. Gerd Reimann; Psychologen über Grenzen, Berlin
  • 14:40 bis 16:10 Uhr - Drei parallele Workshops zu den o.g. Vorträgen:
    Fragen an die Referenten - Erfahrungsaustausch der aktiven Kollegen/innen.
  • 16:10 Uhr Abschlusskaffee mit kollegialem Austausch

Die Teilnahmegebühr beträgt 50.- € für BDP-Mitglieder/ 60,- € für Nichtmitglieder.
Fortbildungspunkte werden bei der Kammer in Hessen beantragt.

Anmeldung unter Angabe des Wunschworkshops bitte per Mail:
an: veranstaltungen@bdp-verband.de
Bundesgeschäftsstelle des BDP, Am köllnischen Park 2, 10179 Berlin

Für den AK Inklusion: Elisabeth Noeske

Planung und Hintergründe zum 3. Forum Inklusion/Integration in 2016

Die aktuelle Flüchtlingssituation in unserem Land ist eine Herausforderung, zu deren Bewältigung es v.a. hinsichtlich der Anzahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge kaum Erfahrungen gibt. Auch deshalb nehmen die Informationen hierzu einen immer breiteren Raum in den Medien und in unser aller Diskussion ein. Es scheint, als sei die Politik von dem Zustrom der vielen Menschen völlig überrascht worden Die politisch Verantwortlichen wirken häufig wie paralysiert und unfähig zu klarem Handeln.
Anstatt sich der Problematik zu stellen und gemeinsam klare Vorgaben zu deren Lösung zu entwickeln, gibt es immer neuen Streit in der Koalition, der zu immer größerer Verunsicherung weiter Teile der Bevölkerung führt. Darüber droht die bisherige überwältigende "Willkommenskultur" zumindest in Teilen der Gesellschaft auf zunehmende Skepsis und Verunsicherung zu stoßen. Es werden immer lautstärker unterschiedlichste Ängste und Befürchtungen laut, in die sich aktive Ablehnung, Zurückweisung bis hin zu Fremdenfeindlichkeit mischen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der überwältigend großen Anzahl von ehren- und hauptamtlichen Helfer insbesondere auch wegen fehlender klarer Vorgaben völlig überfordert sind. Es besteht die Gefahr, dass nicht wenige von ihnen resigniert "das Handtuch werfen".
Vor diesem Hintergrund sollte die Psychologenschaft Mitverantwortung übernehmen und eine wichtige Aufgabe darin sehen, derartige Strömungen zu analysieren und wirksame Gegenmittel zu entwickeln. Aber einfache Antworten und Rezepte wird es da nicht geben. Die Angelegenheit ist hoch komplex und zudem politisch umstritten.
Psychologinnen und Psychologen im BDP und darüber hinaus sind aufgerufen, sich mit ihrem psychologischen und therapeutischen Fachwissen dieses Themas anzunehmen und Möglichkeiten der Unterstützung von ehren- und hauptamtlichen Helfern zu entwickeln. Hier ist einerseits rasches Handeln erforderlich, aber auch eine umfängliche Reflexion, wo konkreter Handlungsbedarf besteht und welche berufspolitischen Strategien auf der Basis einer gemeinsamen Haltung und Verantwortung realisiert werden können.
Der BDP- Arbeitskreis Inklusion hat deshalb das 3. Forum INKLUSION/ INTEGRATION ganz unter die Thematik der psychologischen Unterstützung der Helfer und die Inklusion von Flüchtlingen gestellt.
Gemeinsam mit möglichst vielen KollegInnen und Kollegen möchte der Arbeitskreis Inklusion eine berufspolitische Antwort und Strategien zur Bewältigung dieser sicher auch noch im September 2016 hoch aktuellen Problematik erarbeiten.
Wir Psychologinnen und Psychologen sind aufgerufen gerade in dieser unser ganzes Land tangierenden Krise öffentlich Flagge zu zeigen.


Berichte vorhergehender Veranstaltungen:


Immer häufiger hören wir von der Bedeutung von Inklusion in unserem privaten und beruflichen Alltag. Es ist ein wesentliches gesellschaftspolitisches Thema geworden - und das zu Recht! Oft wird es ausschließlich verbunden mit dem Kontext ‚Schule', dies suggerieren zum aktuellen Zeitpunkt auch die Medien. Aber das Thema ist deutlich vielfältiger und umfassender: Es äußert sich nicht nur in Gesetzen, Handlungen und Strategien sondern mündet gleichsam in eine Haltung, ohne die Inklusion nicht möglich ist.
Damit verbunden sehen wir die Berufspolitik und die Psychologinnen und Psychologen als Berufsgruppe, die sich dieses Themas annehmen sollten - und dies weit über den Bereich der ‚Inklusion in der Schule' hinaus, hin zur Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Lebensaltern, von Menschen mit Migrationshintergrund, von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Menschen mit Behinderung u.v.m..

Der BDP als Verband setzt sich für die Thematik Inklusion ein. Er strebt an, die Bedeutung von Inklusion verstärkt nach außen und nach innen zu transportieren, möchte deutlich machen, in welchen Bereichen Inklusion notwendig ist und wo Defizite bestehen, und sucht gemeinsam mit interessierten und engagierten Kolleginnen und Kollegen nach Lösungsmöglichkeiten, berufspolitischen Strategien etc. auf der Basis einer gemeinsamen Haltung und Verantwortung.

Nachdem sich beim Tag der Psychologie 2012 viele VertreterInnen des Verbandes intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und im August 2013 der BDP-Bericht 2013 erschienen war, soll das Thema "Inklusion" zunehmend einen wichtigen Platz im Bewusstsein unserer Berufsgruppe finden und behalten. Wir sollten uns im Verband und darüber hinaus der Frage stellen, in welcher Weise wir "Inklusion" in unserem Umfeld und in unserer Arbeit befördern können. Dabei sollten wir uns bewusst machen, dass leider die Inklusion aller Menschen in unserer Gesellschaft noch Selbstverständlichkeit ist. Immer noch werden - auch in Deutschland - Menschen aufgrund ihrer ‚Andersartigkeit' oder wegen ihrer unterschiedlichen Bedürfnisse oder Leiden benachteiligt und von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt. Hieran können wir nur gemeinsam etwas ändern. Für eine gelingende Inklusion in unserer Gesellschaft müssen wir alle unser Denken und Handeln neu ausrichten - die Thematik geht uns alle an.

Der vom Präsidium beauftragte Arbeitskreis Inklusion, unterstützt vom DK-Gleichbehandlungsausschuss (GBA), hatte deshalb im Oktober 2013 zum 1. Forum Inklusion eingeladen und die Ergebnisse am Tag der Psychologie 2013 vorgestellt. Dem Arbeitskreis ist es wichtig, dass Psychologinnen und Psychologen in all ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern ‚hinschauen': in die Bereiche, wo Menschen am Rande der Gesellschaft stehen, wo sie ausgegrenzt sind oder ihnen der Zugang verwehrt wird. Sich hier zu engagieren, ist nicht (nur) eine samaritanische Aufgabe. Es führt auch dazu, dass Psychologinnen und Psychologen öffentlich Flagge zeigen.